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07.11.2014 | Dem Leben entfremdet – Warum wir wieder lernen müssen zu empfinden

Für den Psychoanalytiker Arno Gruen geht es glasklar und sehr intensiv: um Sein oder Nichtsein. Sein Buch «Dem Leben entfremdet» ist ein einziger Aufruf zurück zum empathischen Bewusstsein und damit zum Herzstück unseres Seins.

«Jeder», so schreibt Arno Gruen, kann dazu beitragen und in seinem Leben damit beginnen: «Wenn wir den Prozess der Selbstentfremdung unterbrechen, uns selbst mit all unseren Schwächen und unserem Selbst annehmen und die Schwächen anderer respektieren, dann können wir uns selbst und andere wieder lieben lernen.» Und es gäbe wieder weniger Feinddenken. Und weniger tödliche Pflicht zum Gehorsam. Und mehr erweitertes Bewusstsein. Und weniger Hass. Und weniger Kinder, die vergeblich weinen. Weniger Hilflosigkeit. Weniger Böses in uns. Weniger Ignoranz und Selbstverleumdung. Und mehr gelebten als verneinten Schmerz. Und weniger Unterdrückung. Und weniger Machttrieb. Und mehr Konstruktivität. Und weniger Terrorismus im Innern wie im Äussern. Und weniger reduziertes Bewusstsein und weniger verkehrte Wirklichkeit. – Zu all dem schreibt Arno Gruen und gibt für viele entmenschlichte Verhaltensweisen eindrückliche Erklärungen. Dabei wird sein inständiger Appell an unser Mitgefühl, unser Einfühlungsvermögen, eben an unsere urmenschliche Empathie laut und deutlich: nachvollziehbar.

Arno Grün im Gespräch über Empathie und soziales Verhalten.

Bild: Purpur Edition / Barbara Marty

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