Blog

Purpur Edition Barbara Marty Corinne Vogel Bild

20.08.2021 | Im Jetzt ist alles enthalten

Die Thunerin Corinne Vogel malt Energien auf Leinwand: sinnlich, abstrakt und am liebsten grossformatig. Einige ihrer Bilder stellt sie «solo» ab dem 20. August im Atelier Worb aus. – Es freut mich, ihr Porträt in Wort und Bild verfasst zu haben, welches derzeit in verschiedenen Kanälen erscheint.

Die Künstlerin Corinne Vogel erschafft ihre Bilder zumeist in der Stille. So findet sie Zugang zu momentanen Energien und bannt diese auf die Leinwand. Sie lebt und arbeitet in Thun – und malt abstrakt. Dabei schöpft sie aus dem jetzigen Moment heraus die Verbindung zur Unendlichkeit. Sie ist überzeugt: «Das Leben und wir alle sind immer im Wandel, es herrscht eine kontinuierliche Dynamik. Wobei jeder Zustand veränderbar ist: Wenn ich ihn loslasse, wird er zu etwas Anderem.» Diese einflussreichen Kräfte interessieren die Malerin. Sie nimmt sie als eine Form im „Präsens Momentum“ wahr.

In der Werkstatt der Künstlerin, im Thuner Atelierhaus fallen einem die grossformatigen Leinwände auf. Sie sind aus Baumwolle, Leinen oder Mischgewebe und werden von ihr auf die Keilrahmen gespannt. Zu Beginn ist da eine Idee, eine Vorstellung, nur in ihrem Kopf. «Etwa eine Farb-Kombination, eine Textur oder eine Form. Danach gehe ich spontan und leicht an das Bild heran – häufig ohne Sketch (Skizze).» Das Stoffliche ist in ihrer Kunst sehr präsent. Gewisse Rückschlüsse zum abstrakten Expressionismus sind nicht unbegründet. Doch findet sie ihren eigenen äusserst dynamischen Stil: «Sobald ich in Kontakt bin mit Material, Farbe und Geruch – beginne ich zu schöpfen. Die Sinnlichkeit hilft mir dabei.»

Malen hat schliesslich etwas Unendliches: Das Menschsein beinhaltet die Vergänglichkeit, die Vergänglichkeit bedingt den Wandel, und der Wandel führt in die Unendlichkeit. Beim Malen verbindet sich Corinne Vogel mit eben diesen Prozessen. Sie will etwa die Dauer der Bewegung einfangen, indem sie das Jetzt abbildet. Durch die Abstraktion findet sie einen Weg, auch das Unsichtbare oder das Fühlbare zu materialisieren. Sie baut dazu ab- und wieder auf, improvisiert und organisiert: «Meine Arbeit hat viele Parallelen zum Leben.»

_ Mini-Reportage im THUNER AMTSANZEIGER
_ Kurz-Porträt in der BANTIGER POST
_ Porträt im BERNER LANDBOTE

Zurück zum Blog |