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14.05.2018 | 'Buchstabe' und 'Buch' kommen von der Buche

Buchstaben lesen kommt von: Buchenstäbe mit eingeritzten Runen auflesen und daraus die Zukunft zu lesen. Beschriftete und gebündelte Buchenholztafeln haben ebenso dem Buch seinen Namen gegeben.

Bei den Germanen wurden Holzstückchen von einer fruchttragenden Buche abgeschnitten, mit Runen versehen und auf ein Tuch gestreut. Der Priester hob nun drei dieser Stäbchen nacheinander auf und legte mit Hilfe der Zeichen darauf die Zukunft.

Ursprünglich galt die Buche bei uns als wichtigste und am meisten verbreitete Baumart. Sie ist dominant. Wenn ihr der Standort passt, verdrängt sie spielend alle Konkurrenten. Ein imposanter Baum, der bis zu 300 Jahre alt werden kann. Die Buche wird oft als 'weise Grossmutter des Waldes' bezeichnet. Sie galt als geweihter Baum und 'Portafortuna' (Tür/Tor zum Glück), ein Glücksbringer. So liegt es nahe, dass aus Buchenholz auch Opfergefässe hergestellt wurden. Da die Früchte der Rotbuche, die Bucheckern, Öl enthalten, dienten sie bereits zu Anfang des 18. Jahrhunderts zur Speiseölherstellung.

In der Baumheilkunde steht die Buche als Symbol für erfrischende Klarheit und Kühle.

«Vor den Eichen sollst Du weichen, die Weiden sollst Du meiden. Zu den Fichten fliehn mitnichten, doch die Buchen musst du suchen», wenn es blitzt. Sie spendet neben Schatten und Schutz auch Trost und Kraft.

Wunderbar, was dieser Baum schon alles hervorgebracht! Der Buche gehört mein grosser und ganz spezieller Dank.


Bild: Purpur Edition / Barbara Marty

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